Von der Plattform zur industrienahen Bachelorarbeit
Bei der Suche nach einem spannenden und praxisnahen Thesis-Thema bin ich über die Studyond-Plattform auf eine Gelegenheit bei Stadler gestossen. Dank ihres zielgerichteten Aufbaus eröffnete mir Studyond eine neue Perspektive auf industrienahe Abschlussarbeiten. Besonders hilfreich war die Übersicht über aktuelle Themen, die in der Industrie gefragt sind – und wie vielfältig die Möglichkeiten jenseits einer klassischen ETH-Arbeit sein können.
Das Projekt: Optimierung von Verfahren zur Beurteilung von Schweissnähten
Im Zentrum meiner Arbeit stand die Entwicklung einer Methode zur Optimierung von Messpositionen und zur Berechnung von Kerbwirkungsfaktoren bei der Beurteilung von Schweissnähten. Ziel war es, den Bewertungsprozess effizienter, objektiver und reproduzierbarer zu gestalten. Die Herausforderungen reichten vom technischen Programmieren bis zum Testen der Methode an einem realen Modell.
Leitfragen, die mich begleiteten
Im Verlauf des Projekts leiteten mich Fragen wie:
- Wie lassen sich industrielle Anforderungen mit wissenschaftlichen Methoden verbinden?
- Welche Rolle spielt Automatisierung in der Qualitätssicherung in industriellen Umgebungen?
- Wie kann ich als Studentin mein Wissen einsetzen, um wirklich etwas zu bewirken?
Mit fortschreitendem Projekt wurde deutlich: Die Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis ist kein starrer Übergabepunkt — sie ist ein dynamischer Raum ständiger Iteration und Anpassung. Viele ursprünglich geplante Ansätze mussten unterwegs angepasst werden, was Flexibilität und iteratives Vorgehen erforderte.
Zusammenarbeit mit Stadler: Teamgeist und Einblicke aus der Praxis
Vom ersten Tag an habe ich mich vom Stadler-Team herzlich aufgenommen gefühlt. Die Atmosphäre war geprägt von Offenheit, Unterstützung und starker Motivation. Ein persönliches Highlight war, jeden Morgen die Fabrik zu sehen – dem Bau der Züge zuzuschauen war unglaublich inspirierend. Die Zusammenarbeit mit den Ingenieurinnen und Ingenieuren vor Ort zeigte mir, wie wichtig Teamgeist und gegenseitige Unterstützung sind. Oft entstehen die innovativsten Lösungen, wenn verschiedene Perspektiven zusammenkommen.
Nutzen und Herausforderungen
Die grösste Stärke einer industrienahen Arbeit ist für mich die direkte Verbindung zu realen Anwendungen. Man arbeitet an Lösungen, die tatsächlich gebraucht werden – und das ist extrem motivierend. Gleichzeitig war die Koordination zwischen ETH, dem Projekt und meinen eigenen Prüfungen anspruchsvoll. Gerade in Prüfungsphasen war ein gutes Zeitmanagement entscheidend, um im Zeitplan zu bleiben.
Karrieremöglichkeit: Mehr als nur das Projekt
Ein grosser Vorteil dieses Projekts? Ich konnte neben der Thesis ein Praktikum absolvieren – und mir wurde später eine Werkstudentenstelle bei Stadler angeboten. Das hat mir klar gezeigt, wie wertvoll die Einbindung in echte Industriearbeit ist – nicht nur für persönliche und akademische Entwicklung, sondern auch als Sprungbrett in die Berufswelt.
Rat für andere Studierende
Mein Tipp: Nutzt Studyond, auch wenn euer Wunschprojekt noch nicht gelistet ist! Ergreift die Initiative und sprecht Unternehmen selbst an. Die Erfahrungen und Kontakte, die ich durch dieses Projekt gewonnen habe, sind für meinen Berufsweg unbezahlbar. Besonders für diejenigen, die später in die Industrie wollen, ist diese Art von Projekt eine ideale Vorbereitung. Ich kann es allen empfehlen, die Lust auf echte Herausforderungen, spannende Einblicke und ein tolles Team haben.
