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Sarah Güsken: Akademische Forschung ist Teil der DNA von Celonis

Sarah Güsken: Akademische Forschung ist Teil der DNA von Celonis

Dr. Alexandra Allgaier
Dr. Alexandra Allgaier
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Wenn Sarah Güsken ihren Arbeitsalltag beschreibt, wird eines klar: Forschung bei Celonis ist kein Nebenprojekt; sie ist ein zentraler Teil der Identität des Unternehmens. Celonis wurde 2011 von drei Studierenden der Technischen Universität München gegründet. Ihre Idee war es, Geschäftsprozesse sichtbar zu machen, um sie zu verbessern – ein Konzept, aus dem der globale Marktführer im Bereich Process Mining hervorging. Dieser akademische Ursprung prägt Celonis bis heute. Was in einem Hörsaal begann, ist zu einem Tech-Unternehmen mit über 3’000 Mitarbeitenden weltweit geworden. Und die akademischen Wurzeln werden aktiv gepflegt.

„Wir glauben an die Wirkung von Forschung, weil wir selbst daraus kommen“, sagt Güsken.

Die Celonis Academic Alliance ist ein klarer Ausdruck davon. Die Initiative verbindet Hochschulen, Studierende und Unternehmen auf der ganzen Welt und fördert den Austausch zwischen Forschung, Lehre und Praxis. Heute umfasst das Netzwerk weltweit über 800 Hochschulen, mit mehr als 490’000 Studierenden, die bereits in der Celonis-Software geschult wurden. Mehr als 1’400 Professorinnen und Professoren sind als akademische Partner aktiv, und über 250 Forschungsprojekte untersuchen neue Ansätze für Process Mining und Business Transformation.

Ein Teil der Allianz konzentriert sich auf die Bildung: Hochschulen erhalten Zugang zur Celonis-Software, und Studierende lernen früh, wie Process Mining und die Celonis-Software in der Praxis funktionieren. „Unsere Kundinnen und Kunden suchen dringend nach jungen Talenten, die die Software nicht nur kennen, sondern sie auch anwenden können“, erklärt Güsken.

Der andere Teil der Allianz konzentriert sich auf Forschung und Innovation, die Güsken weltweit leitet. Sie arbeitet eng mit akademischen Partnern, Kundinnen und Kunden, Partnern und Celonis-Mitarbeitenden zusammen, um gemeinsam neue Ideen, Methoden und Technologien zu entwickeln.

Innovation, Stakeholder und globale Zusammenarbeit

Güsken hat einen Doktortitel in Innovationsmanagement und bringt ihre wissenschaftliche Neugier heute in ein dynamisches Unternehmensumfeld ein. Ihre Arbeit ist international, interdisziplinär und entwickelt sich laufend weiter. „Ich arbeite mit Forschenden, Partnern, Kundinnen und Kunden sowie Studierenden aus Deutschland, den USA oder Indien zusammen. Ich lerne jeden Tag etwas Neues.“

Ihre Mission: Forschung so zu gestalten, dass sie nicht im Elfenbeinturm bleibt, sondern echten Mehrwert für Hochschulen und Unternehmen schafft. Sie entwirft Formate, vernetzt Menschen, identifiziert Forschungsbedarfe und bringt Dinge in Bewegung. Ihre Arbeit geht noch einen Schritt weiter: Die Ergebnisse dieser Forschung fliessen direkt in die Weiterentwicklung der Celonis-Produkte ein – und machen wissenschaftliche Erkenntnisse unmittelbar in der Praxis anwendbar.

Einer ihrer Schwerpunkte für 2025: gemeinsame KI-Forschung mit praktischem Bezug. Das Ziel ist, Forschungsergebnisse direkt in einen geschäftlichen Kontext zu übertragen. „Wir wollen Forschung, die in der Organisation ankommt und konkrete Produktentwicklung anstösst.“

Eines der zentralen Formate dafür ist das STaR Program – eine Plattform für studentische Arbeiten, die wirklich Wirkung entfalten. „Wir wollen Studierende stärken und mit ihnen lernen.“

Das STaR Program: Abschlussarbeiten mit Wirkung

Wie sieht das in der Praxis aus? Zum Beispiel im Student Thesis and Research (STaR) Program von Celonis. Es richtet sich an Studierende auf der ganzen Welt, die Process Mining und Process Intelligence im Rahmen ihrer Abschlussarbeiten, Forschungsprojekte, Seminare oder Studienprojekte untersuchen.

„Wir haben bereits mehr als 1’500 Projekte unterstützt – von Bachelor- und Masterarbeiten bis hin zu Seminarprojekten.“ Die Teilnahme ist unkompliziert: Die Teilnehmenden erhalten ein umfassendes Willkommenspaket mit Informationen zur Software, Zugang zur Celonis Academy und praktische Forschungstipps. Wer tiefer einsteigen möchte, kann zusätzliche Unterstützung anfordern, etwa Experteninterviews oder erweiterte Lizenzen.

Eine der wichtigsten Botschaften von Güsken: Alle Fachrichtungen sind willkommen. Nicht nur MINT, sondern auch Sozialwissenschaften, Wirtschaft und Design. Entscheidend ist, dass das Thema sowohl für die Studierenden als auch für Celonis relevant ist. „Wenn wir eine Abschlussarbeit unterstützen, dann weil sie echtes Potenzial hat, unser Produkt, unsere Prozesse oder unser Verständnis für die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer zu verbessern.“

Zusammenarbeit mit den Celonauts

Was macht eine gute Zusammenarbeit bei einer Abschlussarbeit aus? „Wenn aus einer Abschlussarbeit ein Prototyp wird. Oder ein Use Case. Oder eine neue Produktidee. Oder vielleicht sogar ein Produkt selbst. Und wenn alle Beteiligten sagen: Das hat uns weitergebracht.“

Es gibt keinen Standardweg. Manche Studierende bringen eigene Themenideen mit und bitten um Feedback und Ressourcen. Andere starten über Projektinserate oder als Werkstudierende. Güsken hilft dabei, die Projekte zu strukturieren und verbindet die Studierenden mit den richtigen Personen: „Ich habe noch nie erlebt, dass jemand von uns keine Unterstützung bekommen hätte.“

Und es funktioniert: Einige Studierende erhalten eine Festanstellung bei Celonis oder bei einem Partnerunternehmen. Andere Projekte fliessen in Forschung oder Produktentwicklung ein. Es geht immer um Zusammenarbeit auf Augenhöhe, gemeinsame Ziele und gegenseitiges Vertrauen.

Was macht Zusammenarbeit erfolgreich?

Damit studentische Arbeiten nicht in der Schublade landen, sieht Güsken drei wesentliche Faktoren:

  1. Initiative von Studierenden, Fakultäten und Unternehmen.
  2. Strukturen, die Zusammenarbeit machbar und skalierbar machen.
  3. Die Haltung, studentische Arbeiten als Treiber von Innovation zu verstehen.

„Manchmal braucht es nur ein kurzes Gespräch, um eine relevante Idee auszulösen.“

Celonis lebt nach diesem Prinzip. Und Güsken ermutigt andere Unternehmen, Forschung nicht als Pflichtübung zu sehen, sondern als strategisches Innovationsfeld.

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Sarah Güsken
Celonis

Sarah Güsken

Dr. Sarah Güsken leads the Research & Innovation Program within the Celonis Academic Alliance. She earned her PhD in Innovation and Technology Management at RWTH Aachen University. Moreover, she is passionate about impactful research, and brings together universities, companies, and students in meaningful collaboration. Her message to students: “Just reach out! We look forward to hearing from you.”

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