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Die Chemie der Zusammenarbeit: dsm-firmenichs echte Innovationsformel

Die Chemie der Zusammenarbeit: dsm-firmenichs echte Innovationsformel

Dr. Alexandra Allgaier
Dr. Alexandra Allgaier
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Wenn man den dsm-firmenich-Campus in Kaiseraugst, Schweiz, betritt, merkt man es sofort: Hier ist Transparenz nicht nur Architektur. Grosszügige Glaswände, offene Arbeitsbereiche und Zonen für informellen Austausch spiegeln die Identität des Unternehmens wider – global vernetzt, innovationsgetrieben und menschenzentriert.

dsm-firmenich ist ein weltweit führender Anbieter in den Bereichen Gesundheit, Ernährung und Beauty. Entstanden 2023 durch die Fusion des niederländischen DSM und des Schweizer Unternehmens Firmenich, vereint das Unternehmen über 150 Jahre wissenschaftliche Expertise, technologische Exzellenz und industrielle Dimension. Mit mehr als 30'000 Mitarbeitenden in rund 60 Ländern liefert dsm-firmenich wissenschaftlich fundierte, gesellschaftlich relevante Lösungen – von gesünderen Ernährungssystemen über nachhaltige Landwirtschaft bis hin zu wirkungsvollen Konsumgütern.

«Science drives innovation across our businesses» – ein Banner am Hauptsitz. Für Ulrich Höller ist das mehr als ein Motto. Als promovierter Lebensmittelchemiker sieht Höller Wissenschaft als Motor realer Transformation: «Wir unterstützen Produkte von der Idee bis zur Markteinführung. Als analytische Wissenschaftler liefern wir die Daten, auf denen Entscheidungen beruhen.»

Ulrich Höller: Wissenschaft in Bewegung

Ulrich Höller ist einer der über 2'000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die bei dsm-firmenich Innovationen vorantreiben. Er kam vor 25 Jahren als Postdoc – und blieb. Heute leitet er als Principal Scientist strategische Projekte in den Analytical Sciences.

Seine Arbeit beginnt dort, wo viele Innovationen ihren Anfang nehmen: im Labor. Sein Denken geht jedoch weit über Reagenzgläser hinaus. Höller versteht sich als Brückenbauer – zwischen Disziplinen, Regionen und Denkweisen. «Kein Tag ist wie der andere. Wir definieren Produktspezifikationen, erzeugen Daten für Zulassungsunterlagen und helfen Kunden bei komplexen analytischen Fragestellungen. Und wir tun das alles im Team – interdisziplinär, international und kollaborativ.»

Besonders am Herzen liegt ihm die Zusammenarbeit mit Universitäten. Viele Herausforderungen von dsm-firmenich – etwa die Analyse bioaktiver Verbindungen oder die Entwicklung fortgeschrittener sensorischer Methoden – lassen sich ohne externe Expertise nicht lösen.

«Wir brauchen externes Wissen. Und Universitäten brauchen Validierung aus der Praxis. Die besten Lösungen entstehen gemeinsam.»

Ein Beispiel für einen Erfolg? Das EU-geförderte Projekt Food4Me, an dem auch Studierende beteiligt waren. Ein minimalinvasiver Vitamin-D-Test für Menschen entwickelte sich schliesslich zu einem diagnostischen Werkzeug für Nutztiere – heute Teil der Verax™-Plattform von dsm-firmenich. Ein greifbares Ergebnis transdisziplinärer Forschung.

Gleichzeitig scheut Höller nicht davor zurück, die Unterschiede zwischen Wissenschaft und Industrie zu benennen:

  • Publikation vs. Vertraulichkeit.
  • Theorie vs. Markt.
  • Jahre vs. Wochen.

Wichtig sei, sagt er, diese Unterschiede offen anzusprechen und die Zusammenarbeit entsprechend zu gestalten.

Katharina Iluk: Menschen und Potenzial entwickeln

Auch Katharina Iluk arbeitet an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis – aus HR-Perspektive. Als HR Business Partner bei dsm-firmenich unterstützt sie Bereiche wie Perfumery & Beauty, Science & Research sowie Taste, Texture & Health. Ihr Weg führte sie durch globale Konzerne wie Nestlé, SAP und Tetra Pak. Heute begleitet sie Menschen in allen Phasen ihrer beruflichen Entwicklung. «Was lässt Menschen aufblühen? Und wie unterstützen wir Individuen in ihrem Wachstum? – das fasziniert mich an meiner Arbeit am meisten.»

Iluk sieht Studierende nicht nur als «zukünftige Talente», sondern als Mitgestalter. Ob Praktika, Abschlussarbeiten oder gemeinsame Projekte: «Studierende bringen Neugier, frische Perspektiven und neue Ideen – etwas, das unsere Arbeit bereichert und uns innovativ denken lässt.»

Sie betont, dass echtes Lernen in echter Zusammenarbeit stattfindet:

«Wenn wir eng mit Studierenden zusammenarbeiten, sehen wir ihre Fähigkeiten, ihre Denkweise und ihr Potenzial aus erster Hand. Lebensläufe sagen viel – aber Wirkung zeigt sich in der Praxis. In Projekten sehen wir, wie jemand denkt, arbeitet und Probleme löst.»

Ihr Rat an Studierende? Wählt ein Thema, das euch wirklich begeistert. Holt früh und oft Feedback ein. Und nutzt die Gelegenheit, über das eigene Fach hinaus zu denken.

Wie dsm-firmenich junge Talente fördert

In Kaiseraugst – in der Dreiländerregion Schweiz, Deutschland und Frankreich – ist Vielfalt gelebte Realität. Das gilt auch für die Zusammenarbeit mit Universitäten. Ob eine Masterarbeit mit der Universität Strassburg, ein Praktikum von der Universität Basel oder ein Studentenprojekt der TU München – dsm-firmenich passt Kooperationsformen flexibel an, solange sie echte Lern- und Entwicklungschancen bieten.

Iluk betont: Zusammenarbeit beginnt nicht mit der Bewerbung. Das Unternehmen ist auf den Hochschulen präsent, hält Gastvorlesungen, trägt zu Kursen bei und schafft direkte Anknüpfungspunkte für Studierende und Lehrende. «Wirklich grossartige Kooperationen entstehen dort, wo Menschen zuhören und gemeinsam gestalten.»

Welche Kompetenzen braucht dsm-firmenich künftig? Für Iluk ist die Antwort klar: Offenheit für Veränderung, Lernagilität und die richtige Haltung.

«Transformation ist kein Projekt. Es ist unser Normalzustand.»

Höller ergänzt: Neugier, Networking-Fähigkeiten und die Fähigkeit, Komplexität verständlich zu machen – nicht nur im Labor, sondern auch im Team und in der Kommunikation mit Anspruchsgruppen – sind wichtig.

Blick nach vorn: Gemeinsam mehr bewegen

Die Quintessenz ist ein klarer Appell an alle, die an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis arbeiten. Für Höller liegt die Zukunft in transdisziplinärer Zusammenarbeit. Für Iluk geht es um eine menschenzentrierte HR-Haltung, die Individuen als Mitgestaltende sieht, nicht nur als Mitarbeitende. Und beide sind sich einig:

«Wir freuen uns auf neue Partnerschaften. Das ist unsere Kernbotschaft.»

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Ulrich Höller
Katharina Iluk
dsm-firmenich

Ulrich Höller

Ulrich Höller is Principal Scientist in Analytical Sciences at dsm-firmenich. With more than 25 years of experience, he works at the interface of chemistry, health, and innovation. He regularly supervises students and champions university-industry collaboration.

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